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Mit Zollstock und Stoppuhr für sichere Schulwege

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Wie breit sind eigentlich die Gehwege und wo parken wie viele Autos im Schulumfeld? Diese und weitere Fragen haben die Klassen 3b und 3c der Martinschule im Rahmen von „Streifzügen“ zur Untersuchung des Schulumfeldes spielerisch analysiert. Mit Zollstöcken, Handzählern und Stoppuhren ausgerüstet, analysierten die Kinder jeweils zwei Schulstunden lang die Umgebung der Schule. Dabei machten sie einige interessante Entdeckungen.

So haben zum Beispiel nicht alle Gehwege dieselbe Breite. Manche Wege bieten über zwei Meter Gehwegbreite, andere kommen gerade einmal auf 90 Zentimeter. Bei manchen Wegen kann man zu viert nebeneinander gehen, auf anderen reicht es gerade so für ein Kind. Dies spiegelte sich bei der anschließenden Bewertung der Wege wieder. So bekommen einige das Urteil „gut“, andere fallen mit der Einschätzung „zu schmal“ bei den Kids glatt durch.

Auch die stehenden und vorbeifahrenden Autos wurden erfasst. Fragestellung hier war: Wie viele Autos fahren in einer bestimmten Zeit an einer Beobachtungsstelle vorbei? Auch hier sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Von einem bis 17 Autos in drei Minuten ist alles dabei. Die Kinder betonen, dass es morgens vor der Schule am vollsten sei. „Besonders Grundschulkinder sehen die Wege ganz anders als wir Erwachsenen. Ihre Meinungen und Beobachtungen sind daher wichtig, um Probleme auf Schulwegen identifizieren und diese sicherer gestalten zu können,“ sagt Henning Kellermann, Mobilitätsmanager der Stadt Ahlen, der die Begehungen ebenfalls begleitet hat. Manche potenziellen Gefahrenstellen seien leicht zu übersehen, weil sie für Erwachsene nicht mehr auf Augenhöhe liegen.

Weitere Parameter, die bewertet wurden, sind die gefahrene Geschwindigkeit der Autos, die Höhe der Bordsteine, die Beleuchtung und der Grünschnitt. Alle Analysen wurden durch zwei Planerinnen vom Büro Planersocietät aus Dortmund dokumentiert. Diese sollen später ein Baustein bei der Erstellung von Schulwegplänen für die Kinder sein. Ergänzend dazu wird eine Online-Befragung der Eltern durchgeführt. Am Ende soll ein Überblick über das Schulumfeld entstehen, welches zeigt, auf welchen Routen Kinder schon heute eigenständig und sicher zur Schule gelangen können bzw. wo Optimierungsbedarf besteht.

Die Gesamtuntersuchung findet im Rahmen des Schulischen Mobilitätsmanagements statt. Die städtische Stabstelle Klimaschutz und Mobilität begleitet die Untersuchungen seitens der Stadtverwaltung. Für die kommenden Jahre ist vorgesehen, die Schulwegsicherheit an jeder Ahlener Grundschule von Kindern genauer unter die Lupe nehmen zu lassen.


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