Wenn das Stadtoberhaupt bei so talentierten Handwerkerinnen und Handwerkern auch nicht viel zu tun hatte, war es dennoch begeistert von der Aktion: „Das ist Naturschutz zum Anfassen“, so Harman. „Und es zeigt, was möglich ist, wenn engagierte Mitarbeitende, Ehrenamt und Schule zusammenarbeiten.“ Zusammen mit dem Hegering Ahlen entstanden 15 neue Vogelhäuser. Dabei gab es nicht nur einen handwerklichen Teil, der Hegering Ahlen vermittelte auch spannende Einblicke in die Welt der heimischen Vogelarten. „Sicherlich ist das eine lehrreiche Aktion, um einiges über die heimische Vogelwelt zu erfahren. Ich bin überzeugt, dass solche Aktionen nicht nur Wissen vermitteln, sondern genauso das Bewusstsein und die Rücksichtnahme gegenüber unserer Umwelt stärken“, so Thomas Stratmann vom Hegering Ahlen.
Aus gutem Grund fand die Aktion auf der Kläranlage statt. „Durch unsere Rückhaltebecken haben wir hier viele große, naturbelassene Flächen, die zahlreichen Lebewesen als Habitat dienen“, erklärt Thomas Kröger, Leiter der Kläranlage. „Dazu gehören natürlich auch Singvögel. Und mit den Nistkästen schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten zum Brüten und tragen zum Schutz der Tiere bei.“ Und weil die Kinder aus der vierten Klasse so zielsicher ans Werk gingen, waren sämtliche Schrauben schnell eingedreht und alle Teile zusammengesetzt. Am Ende blieb dann sogar noch Zeit, die Nistkästen bunt zu gestalten, wobei eine spezielle, für die Tiere unbedenkliche Farbe zum Einsatz kam.
Dass die Aktion so reibungslos lief, lag am starken Zusammenspiel vieler Beteiligter. Neben dem Hegering unterstützten auch Mitarbeitende des städtischen Fachbereiches für Soziales, der Feuerwehr Ahlen sowie der Kläranlage und der Kanalbetriebe. Die Bausätze stellte die Zahnarztpraxis Sunderkemper zur Verfügung. „So ein Projekt funktioniert nur gemeinsam, und genau dieses Miteinander macht es für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis“, betont Kröger. Für ihn steht fest: Das soll keine einmalige Aktion bleiben. Ein Teil der Nistkästen wird an der Lambertischule aufgehängt, die übrigen finden ihren Platz an den Rückhaltebecken sowie in verschiedenen Jagdrevieren im Stadtgebiet, etwa an der Langst.

