Organisiert wurde die Aktion von der Verkehrsunfallprävention des Kreises Warendorf und der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität. Mobilitätsmanager Henning Kellermann von der Stadt Ahlen sieht den praktischen Nutzen des Trainings vor allem darin, dass sich Theorie und Praxis hier unmittelbar verbinden: „Pedelec fahren macht Spaß und hält mobil, aber das Fahrrad nimmt einem eben nicht das Bremsen, Ausweichen und Aufpassen ab. Gerade weil man mit einem Pedelec flott unterwegs ist, lohnt es sich, das sichere Fahren regelmäßig zu üben.“
Zum Auftakt stand zunächst eine Stunde Theorie auf dem Programm. Dabei ging es um wichtige Verkehrsregeln, Promillegrenzen auf dem Fahrrad und die Frage, wie ein Fahrradhelm richtig sitzt. Denn auch wenn das Pedelec mit elektrischem Rückenwind unterwegs ist: Die Verkehrsregeln bleiben dieselben. Danach wurde es praktisch. Im Übungsparcours warteten verschiedene Herausforderungen auf die Teilnehmenden. Bevor es losging, wurden die Helme kontrolliert und bei Bedarf passend eingestellt. Auch die Fahrräder mussten einen kurzen Sicherheitscheck über sich ergehen lassen. Anschließend gab es eine Einweisung, bevor es hieß: aufsitzen und los.
Dreizehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich unter den wachsamen Augen der Kriminalhauptkommissarinnen Stephanie Baden und Nicole Pellemeyer von der Verkehrsunfallprävention Warendorf den Übungen. Und die hatten es durchaus in sich: schnurgerade fahren, einen engen Slalom meistern oder während der Fahrt einen Tennisball aufnehmen und wieder ablegen. Was auf den ersten Blick spielerisch klingt, verlangt einiges an Geschick, Gleichgewicht und Konzentration.
Für viele war der Parcours zunächst eine kleine Herausforderung. Doch nach einigen Runden und mit den Tipps der Expertinnen wurde aus dem vorsichtigen Herantasten zunehmend sicheres Fahren. Am Ende klappte vieles deutlich besser und bei den meisten Teilnehmenden sogar richtig gut. „Man merkt bei solchen Übungen schnell, dass ein Pedelec zwar vieles leichter macht, aber nicht automatisch jede Situation“, sagt Kellermann. „Wenn der Ball beim Slalom einmal nicht dort landet, wo er soll, ist das im Parcours zum Glück nur lustig. Im Straßenverkehr sollte man solche Überraschungen möglichst vermeiden.“
Für einige war das Training zugleich die Generalprobe für den nächsten Urlaub. Denn feststeht: Die Reise geht mit dem Pedelec los. Und wer dabei sicher unterwegs sein möchte, kann ein bisschen Übung und frische Tipps schließlich gut gebrauchen.
