Umfang der Evakuierung entscheidet sich erst kurzfristig
Experten des Kampfmittelräumdienstes werden am Donnerstagmorgen mit der Freilegung der Verdachtsstelle beginnen. Voraussichtlich gegen Mittag wird Gewissheit darüber bestehen, ob es sich tatsächlich um eine Bombe handelt. Das Gewicht des Blindgängers ist dann entscheidend dafür, in welchem Ausmaß die benachbarte Bevölkerung während der Entschärfung zu evakuieren ist. „Das kann ein Radius von 250 Metern sein, aber auch einer von 500 Metern“, erklärt Gabriele Hoffmann und ergänzt: „Wie dem auch sei, wir bereiten uns auf beide Szenarien vor.“
Je nach Größe des Blindgängers sind rund 850 bis ca. 2000 Personen sowie zwischen 55 und 215 Gewerbebetriebe von einer Evakuierung betroffen. Im Evakuierungsradius befinden sich unter anderem eine Kindertagesstätte und der Baubetriebs- und Wertstoffhof der Ahlener Umweltbetriebe (AUB). Die AUB stellen sich auf die Evakuierung ein und verkürzen am Tag der Entschärfung die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes. „Wir werden von 8.30 bis maximal 12.30 Uhr geöffnet haben“, so AUB-Gruppenleiter Matthias Krätzig.
Evakuierungsteams gehen von Haus zu Haus
Sobald am Donnerstag feststeht, welche Bereiche zu evakuieren sind, werden Teams von Haus zu Haus ziehen und zum Verlassen der Gebäude auffordern. Zusätzlich fahren Einsatzkräfte mit Lautsprecherdurchsagen durch das endgültig feststehende Evakuierungsgebiet. Ab dann darf in die betroffene Zone nicht mehr hineingefahren werden.
Auf alle Eventualitäten vorbereitet sein
„Wer seine Wohnung verlassen muss, sollte möglichst schon jetzt Medikamente oder andere wichtige persönliche Dinge zurechtlegen, damit unverzüglich der Aufforderung Folge geleistet werden kann“, bittet Ordnungsamtsleiter Michael Göttfert. Menschen, die gegen Abend von der Arbeit nach Hause kommen, macht er darauf aufmerksam, dass unter Umständen der Weg nach Hause wegen der noch laufenden Evakuierung versperrt sein kann.
Ab Montag wird die Ordnungsbehörde persönlich Kontakt zu betroffenen Gewerbetreibenden aufnehmen, damit diese sich auf den Donnerstag vorbereiten und eventuell notwendige Abstimmungen rechtzeitig mit Kundschaft und Beschäftigten treffen können.
Feuerwehr koordiniert Krankenfahrten
Für Personen im Evakuierungsbereich, die krankheitsbedingt nicht ihre Wohnung verlassen können, steht die Feuerwehr für erforderliche Krankentransporte zur Verfügung. „Um uns frühzeitig einen Überblick verschaffen und die Fahrten besser planen zu können, sollen sich Betroffene bitte schon vor dem 29. Oktober bei uns melden“, sagt Michael Witkenkamp von der Ahlener Feuerwehr.
Aufnahmestelle in alter Paul-Gerhardt-Schule
Das Ordnungsamt bittet die Personen, die während der Entschärfung ihre Wohnung verlassen müssen, sich für die Dauer der Evakuierung bei Verwandten, Freunden oder Bekannten aufzuhalten. Für betroffene Personen, die keine Möglichkeiten zum Aufenthalt finden, richtet die Stadt eine Aufnahmestelle in der alten Paul-Gerhardt-Schule (Stephansweg 10) ein.
Insbesondere für den Fall, dass es in dem 500 Meter-Radius zur Evakuierung kommen sollte, müssen Autofahrer mit vorübergehenden Sperrungen auch wichtiger Hauptstraßen rechnen. Betroffen wären davon abschnittsweise unter anderem der Konrad-Adenauer-Ring und die Beckumer Straße.
Wichtige Rufnummern:
Die Stadt Ahlen hat für von der Evakuierung betroffene Bürgerinnen und Bürger ein Servicetelefon eingerichtet, das während der Dienstzeit der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 0 23 82 59 288 zu erreichen ist.
Anmeldungen für Krankentransportfahrten nimmt die Feuerwehr telefonisch entgegen unter die Rufnummer 0 23 82 95 00.
Im Evakuierungsradius 250 Meter (innerer Kreis) sind Bewohnerinnen und Bewohner folgender Gebäude betroffen:
Bergstr. 83–115 (ungerade)
Bergstr. 42–114a (gerade)
Borsigweg 3–21 (ungerade)
Borsigweg 2–8 (gerade)
Daimlerstr. 10 u. 12a
Gottfriedstr. 2–12
Harkortstr. 15–67 (ungerade)
Harkortstr. 14–66 (gerade)
Jägerstr. 13–35a (ungerade)
Jägerstr. 34–42 (gerade)
Schützenstr. 17–117b (ungerade)
Schützenstr. 18–88b (gerade)
Selma-Englisch-Str. 31–37
Siemensweg 1–9a (ungerade)
Siemensweg 2–8 (gerade)
Im möglichen Evakuierungsradius 500 Meter (äußerer Kreis) wären Bewohnerinnen und Bewohner folgender Gebäude betroffen:
Am Rodenberg 1–11 (ungerade)
Am Rodenberg 4–14 (gerade)
Am Stockpiper 1–15 (ungerade)
Am Stockpiper 4–20 (gerade)
Barbarastr. 16
Beckumer Str. 107–169 (ungerade)
Beckumer Str. 108–168 (gerade)
Bergstr. 31–153a (ungerade)
Bergstr. 42–134 (gerade)
Borsigweg 3–21 (ungerade)
Borsigweg 2–8 (gerade)
Daimlerstr. 10 u. 12a
Em.-v.-Ketteler-Str. 93–99
Gottfriedstr. 2–12
Halskeweg 2–12
Harkortstr. 15–101 (ungerade)
Harkortstr. 14–76 (gerade)
Jägerstr. 1–35a (ungerade)
Jägerstr. 34–42 (gerade)
Krämerskamp 3–19
Krämerskamp 2–12, 50-102
Ostberg 13 u. 17
Schinkelstr. 77 u. 93 (ungerade)
Schinkelstr. 26 u. 66–82 (gerade)
Schuckertstr. 13–19
Schützenstr. 3–147 (ungerade)
Schützenstr. 4–88 (gerade)
Selma-Englisch-Str. 1–39 (ungerade)
Selma-Englisch-Str. 6–48 (gerade)
Siemensweg 1–37 (ungerade)
Siemensweg 2–28 (gerade)
Theodor-Schwarte-Str. 61
