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Verfahrensweise

Im Rechengebäude werden durch 2 Umlaufrechen grobe Stoffe wie Toilettenpapier und Hygieneartikel aus dem Abwasser entfernt.

Ein Sand- und Fettfang in der Kläranlage dient dazu, grobe mineralische Stoffe wie Sand und Kies durch Absetzen zu entfernen, um Pumpen und Leitungen vor Verschleiß zu schützen. Gleichzeitig werden aufschwimmende Leichtstoffe wie Fette und Öle abgeschieden, damit sie den biologischen Reinigungsprozess nicht stören.

Die Vorklärung entfernt durch Absetzen grobe, absetzbare organische Schmutzstoffe aus dem Abwasser. Dadurch wird die Belastung für die nachfolgende biologische Reinigung deutlich reduziert.

Im Zwischenpumpwerk wird nach Abschluss der mechanischen Reinigung das Abwasser mit Hilfe von Pumpen zur biologischen Reinigung gefördert.

Die Kaskadenbiologie reinigt das Abwasser stufenweise in mehreren hintereinandergeschalteten Becken. Dabei wird der biologische Abbau von Schadstoffen durch eine bessere Sauerstoffversorgung und Kontaktzeit mit Mikroorganismen optimiert.

In der Nachklärung werden die im Belebungsbecken entstandenen Biomasse-Flocken durch Absetzen vom gereinigten Abwasser getrennt. Das Klarwasser fließt weiter in den Vorfluter, während der abgesetzte Schlamm teilweise zurückgeführt oder als Überschussschlamm entfernt wird.

In der 4. Reinigungsstufe werden Spurenstoffe wie Medikamentenrückstände, Hormone oder Mikroplastik entfernt, die in den biologischen Stufen nicht ausreichend abgebaut werden. Dafür kommen Verfahren wie Aktivkohlefiltration oder Ozonung zum Einsatz, um das Abwasser noch weiter zu reinigen.

Der Ablauf ist das endgültig gereinigte Abwasser, das nach der letzten Reinigungsstufe in den Vorfluter (Werse) geleitet wird. Es erfüllt die gesetzlichen Qualitätsanforderungen und belastet die Umwelt so wenig wie möglich.

Im PAK-Silo lagert die Pulveraktivkohle. Mit Hilfe von Messungen in der Filtrationsstufe wird diese automatisch in der richtigen Menge der Filtrationsstufe dosiert.

Im Prozesswasserbecken wird das bei der Schlammbehandlung entstehende Wasser gesammelt, das noch hohe Konzentrationen an Stickstoff- und Phosphorverbindungen enthält. Von dort wird es dosiert zurück in den Reinigungsprozess geleitet, um die Belastung der Kläranlage gleichmäßig zu verteilen.

Im Faulbehälter wird der anfallende Klärschlamm unter Luftabschluss (anaerob) durch Mikroorganismen abgebaut. Dabei entsteht Biogas, das energetisch genutzt werden kann, sowie stabilisierter Schlamm, der einfacher entwässert und weiterverwertet werden kann.

Im Nacheindicker wird der ausgefaulte Schlamm durch Absetzen weiter eingedickt, um den Wassergehalt zu reduzieren. Dadurch verringert sich das Schlammvolumen, was die anschließende Entwässerung und Entsorgung erleichtert.

Bei der maschinellen Schlammentwässerung mit Zentrifugen wird der Schlamm durch Zentrifugalkraft stark entwässert. Das Ergebnis ist ein festerer Schlamm, dessen Volumen deutlich reduziert ist, wodurch Transport und weitere Verwertung effizienter werden.

Im Trübwasserspeicher wird das während der Schlammbehandlung anfallende, stark belastete Wasser gesammelt. Es wird anschließend erneut und der Kläranlage zugeführt, um verbleibende Nährstoffe und Schwebstoffe zu entfernen.

Im Gasbehälter wird das im Faulbehälter erzeugte Biogas gespeichert. Von dort kann es gezielt zur Energiegewinnung, zum Beispiel für Strom- oder Wärmeerzeugung, genutzt werden.

Ein BHKW (Blockheizkraftwerk) wandelt das im Faulbehälter erzeugte Biogas gleichzeitig in Strom und Wärme um. So wird die Energie der Kläranlage effizient genutzt und der Eigenbedarf gedeckt.

Die Abluftbehandlung entfernt Geruchsstoffe und schädliche Gase aus der Luft, die bei der Schlamm- und Abwasserbehandlung entstehen. Häufig kommen dabei Biofilter oder chemische Filter zum Einsatz, um die Abluft umweltgerecht zu reinigen.

Das Regenwasserpumpwerk leitet bei starkem Regenfall anfallendes Niederschlagswasser in die Kläranlage oder in Rückhaltebecken. So wird ein Überlaufen der Kanäle verhindert und die Kläranlage vor hydraulischer Überlastung geschützt.

Bei der Regenwasserbehandlung handelt es sich um Pufferbecken, die bei Starkregenereignissen das über das Regenwasserpumpwerk geförderte Abwasser zwischenspeichert, damit es zu keiner hydraulischen Überlastung der Kläranlage kommt. Sobald der Zulauf sich wieder verringert, wird das Abwasser aus den Pufferbecken zurück zum Anfang des Reinigungsprozesses gefördert und dort beginnt dann die Reinigung.

Im Betriebsgebäude werden die Steuerung, Überwachung und Verwaltung der Kläranlage zentral organisiert. Außerdem befinden sich dort Labore, Büroräume und Technikräume für den reibungslosen Betrieb der Anlage.

Das Klarwasserpumpwerk fördert das nach der Nachklärung gereinigte Wasser in den Vorfluter oder zu weiteren Behandlungsanlagen. Es sorgt für den kontrollierten Abfluss des Abwassers und verhindert Rückstau in der Kläranlage.


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