Kirche St. Marien

Ort: Marienkirche, Oststraße 58
Öffnungszeit: 9.30 Uhr Messe
Angebot: 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr Kirchen- und Kirchturmführungen
interaktive Führung inkl. Kirchenquiz mit Smartphone und Kopfhörer
Verpflegung: Kaffee, Wasser, frische Waffeln
Kontakt:stbartholomaeus-ahlen@bistum-muenster.de
Zur Historie
Im Rahmen der mittelalterlichen Stadterweiterung Ahlens wurde um 1250 bereits neben der St. Bartholomäus-Kirche eine zweite Pfarre erforderlich, die am Handelsweg der Oststraße und der Straßengabelung Nordstraße errichtet wurde. Die Kirche wurde 1285 selbstständig und dem Kappenberger Prämonstratenser Kloster bis 1803 inkorporiert. Die Kirchengründung stand in direktem Zusammenhang mit der Siedlungserweiterung.
Die heutige neugotische Hallenkirche St. Marien wurde dann rund 650 Jahre später durch den Dombaumeister W. Sunder-Plassmann aus Münster errichtet und am 18.10.1904 eingeweiht. Sie wurde aufgrund des Bevölkerungszuwachses – in diesem Fall aufgrund industriell bedingten Entwicklungen - und angeblicher Baufälligkeit der gotischen Vorgängerkirche am gleichen Standort errichtet.
In diesem Zusammenhang ist überliefert, dass nicht alle mit dem Abriss der gotischen Vorgängerkirche - dieses „kostenbaren Kirchenkleinods“ - einverstanden waren. Es setzten sich aber wohl einige, vor allem finanziell potente Pfarrmitglieder mit der Idee des größeren Neubaus durch.
Das Hauptportal der heutigen Kirche St. Marien Kirche im Westturm lädt ein, den weiträumigen und lichtdurchfluteten Kirchenraum zu betreten, der seine Wirkung durch die großen Spannweiten von Mittel- und Querschiff und durch die zeitgenössischen bunten Bleiglasfenster erhält. Die Hallenkirche weist einen fast kreuzförmigen Grundriss auf, was dem Innenraum fast die Wirkung eines Zentralbaus verleiht. Im Äußeren wirkt die Kirche durch ihre zwar Massivität und Vereinfachung der an die Gotik angelehnten Formen bei gleichzeitiger Vielgestaltigkeit der Umrisslinien sehr komplex und dominant in der Stadtsilhouette.
Bei dem frühgotischen Südportal handelt es sich um eine sogenannte „Spolie“, denn dieses Portal stammt aus der frühgotischen Vorgängerkirche.
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